Im „Internet der Dinge“ kommuniziert alles mit allem. Bloß ohne Menschen. 

Definition von Internet der Dinge

Der Begriff „Internet der Dinge“ („IoT“) bezeichnet die rasant wachsende Zahl an digitalen Geräte und kennt nur eine Richtung: vorwärts. Die Zahl beträgt inzwischen Milliarden –, die mitunter weltweit über Netzwerke miteinander kommunizieren. Im Gegensatz zum personenbezogenen „Internet of People“ umfasst das IoT ausschließlich intelligente Sensoren und andere Geräte. Dazu gehören neben Computern, Tablets und Smartphones auch Wearables, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte, Fahrzeuge und Industriemaschinen. So werden im IoT u. a. operative Daten von Remotesensoren auf Ölplattformen oder Wetterdaten gesammelt oder auch intelligente Thermostate kontrolliert. Weitere Treiber dieser Entwicklung sind Cloud-Technologien, Big Data und IT-Security. Zusammen bereiten sie den Weg für die digitale Transformation von Unternehmen. Und selbst das Internet of Things ist nur eine Etappe: Im Internet of Everything werden künftig Daten, Menschen, Maschinen und Prozesse miteinander verbunden sein.

Geringere Kosten, grössere Produktivität – Vorteile des Internets der Dinge

Insbesondere die Kommunikation von Maschine zu Maschine (M2M) verspricht der Industrie derzeit innovative, disruptive Geschäftsmodelle und damit neue Wachstumsmöglichkeiten. Vollständig vernetzte Wertschöpfungsketten im Sinne einer Industrie 4.0 bedeuten eine neue Produktionslogik: Intelligente Maschinen, Lagersysteme und Betriebsmittel, die ohne menschliches Zutun Daten austauschen und sich selbständig steuern. So kann ein Unternehmen mithilfe des Internet of Things sein Produktportfolio deutlich flexibler gestalten und Produktionsabläufe schneller umstellen – etwa um auf Lieferengpässe oder Kundenwünsche zu reagieren. Daher nutzen 44 Prozent der Unternehmen in den Branchen Maschinenbau, Chemie, Elektroindustrie und Automotive Anwendungen aus dem Internet of Things, 18 Prozent planen den Einsatz entsprechender Technologien (Bitkom, 2015). Das Internet der Dinge ermöglicht es auch, völlig neue Erkenntnisse zu sammeln und z.  B. Wettereinflüsse mit Industrieproduktionen in Zusammenhang zu bringen.